Verrücktes 2025

Bist du jemand, der kurz vor Silvester das Jahr reflektiert? Ich schon, allerdings dieses Jahr mal etwas anders. Ich habe mir nur eine Frage gestellt, die vielleicht auch dich inspiriert.

Das Jahresende ist für viele eine Zeit, die vergangenen 12 Monate Revue passieren zu lassen. Habe ich das erreicht, was ich mir für das Jahr vorgenommen habe? Was habe ich gelernt? Was hat mich glücklich gemacht?  

In den vergangenen Jahren habe ich Seiten mit der Beantwortung solcher Fragen gefüllt. Dieses Jahr fühlt es sich nicht richtig an, das Jahr auf diese Art zu bewerten. Dennoch möchte ich es reflektieren und habe mir deshalb eine Frage gestellt: 

Was war das Verrückteste, was du im vergangenen Jahr getan hast? 

Hast du dir diese Frage einmal gestellt? Ich glaube, Mut entsteht dort, wo wir nicht nur über den Tellerrand hinausschauen, sondern uns auch darüber hinauswagen – selbst wenn es verunsichert oder gar Angst macht. Das schöne ist: Was verrückt ist, kann jeder für sich selbst entscheiden. Kein Druck, keine Bewertung von außen. Wenn ich mir diese Frage stelle, muss ich sofort schmunzeln.  

Es gibt ein paar Dinge, die ich als verrückt einstufen würde. Zum Beispiel einen 20 Jahre alten Mini-Wohnwagen zu kaufen und zu renovieren. Die größte Verrücktheit ist aber, dass wir – also mein Mann und ich – uns dazu entschlossen haben, Tiny zu gehen. Also wirklich klein: 2 Personen und ein Hund auf rund 30 qm in einem Raum. Okay, es gibt ein abgeschlossenes Bad. Aber der Rest ist ein Raum. 

Nächstes Jahr ziehen wir ein, unsere Wohnung haben wir jetzt schon aufgelöst. Von 80 qm Altbau haben wir unser Hab und Gut auf ein paar Kisten mit dem Nötigsten geschrumpft. Alles andere wurde verkauft, verschenkt oder entsorgt.  

Nicht aus der Not, sondern weil wir gemerkt haben, dass wir einiges zu viel und ein paar Dinge zu wenig haben. Zu viel waren Platz, Gegenstände, externe Zeitvorgaben, Verkehr, Menschen, Hausarbeit, Stress und gleichzeitig Langeweile. Zu wenig hatten wir Energie, Zeit für Erholung, Natur, Abenteuer und Flexibilität.  

2025 viele Schritte in diese Richtung gegangen zu sein, inklusive Selbstständigkeit, fühlt sich befreiend und gleichzeitig wild an. Einmal alles auf den Kopf gestellt. Ob das gut geht oder in noch mehr Verrücktheiten resultiert, wir werden es sehen.  

Was war das Verrückteste 2025 für euch? Lasst uns auf Instagram dazu austauschen – ich freue mich auf eure Geschichten. Hier geht es zum Profil.